Sven „Buddel“ Borde aus Templin

Sven Borde steht täglich auf dem Templiner Marktplatz. Der 49-Jährige hat hier einen Stand. In Templin ist er ein bekanntes Gesicht, trotzdem kennen nur wenige seinen richtigen Namen. Buddel nennen sie ihn hier. Und Buddel ist unser erstes Gesicht der Uckermark.

Sven Budde im Portrait.
Immer freundlich: Sven „Buddel“ Borde an seinem Waffelstand in Templin (Foto: Patrick Telligmann)

Woher könnte man Ihr Gesicht kennen?

Naja – entweder hier von meinem Stand auf dem Markt. Oder vom Billardspielen oder Bowlen.

Wie sieht Ihr Alltag aus?

Von April bis Oktober verkaufe ich hier Eis und Waffeln – sieben Tage die Woche. Das Eis bekomme ich geliefert, die Zutaten rühre ich hier frisch rein. Ab Oktober gibt’s Waffeln und heißen Apfelpunsch. Und ab Dezember Glühwein. Frei habe ich nur, wenn das Wetter sehr schlecht ist. Dann habe ich auch mal Zeit zum Wohnung aufräumen oder für meine Partnerin und meine Ziehtochter. Zudem spiele ich gerne Billard und manchmal kann ich auch angeln gehen. Das macht mich glücklich – in der Natur zu sein.

Was macht Ihnen zur Zeit Sorgen?

So richtige Sorgen habe ich zur Zeit keine. Aber ich habe Angst, diesen Platz auf dem Marktplatz zu verlieren. Denn wo könnte ich sonst hin? Und was soll ich sonst machen? Ich kann doch nichts anderes.

Was stimmt Sie aktuell froh?

Ich bin froh hier zu sein – genau hier, in Templin. In meiner Heimatstadt auf dem Marktplatz. Hier komme ich mit den Leuten ins Gespräch, mit Freunden und Besuchern. Das mag ich sehr.

Warum leben Sie ausgerechnet in der Uckermark?

Ich bin hier geboren und fühle mich hier wohl. Ich mag hier alles: Die Menschen und die Natur.

Von Januar bis März hat Sven „Buddel“ Borde seinen Stand auf dem Marktplatz geschlossen. Danach ist er wieder da – mit Eis und Waffeln und einem Lächeln auf dem Gesicht.

Aud Krubert

Ich bin die mit dem komischen Namen. Und ansonsten: Geboren und aufgewachsen in Templin. Für das Studium und die Arbeit durch das Land gereist. Jetzt genieße ich meine Arbeit als Journalistin in Berlin und meine Freizeit in der Heimat.

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Danilomalchow

    Aud Krubert. Du kennst meine Schwester warscheinlich noch. egal… Ich finde deine Journalistische Arbeit über Templin perfekt. Danke. Und Buddel kenn ich aus dem Jugendkeller, an der Maria Magdalenkirche.

    1. Aud Krubert

      Vielen Dank für das Feedback. Das freu mich – und das freut auch uns als Team hier – sehr. Danke!!!

  2. Cindy Tatzel

    Ich kenne „Buddel“ seit meiner Jugend. Er hatte immer ein offenes Ohr für mich und meine damaligen Sorgen. Dieses Jahr werde ich 40, aber er ist mir immer in guter Erinnerung!

  3. Ivonne Mengelkoch

    Ich kenne „Buddel“ gefühlt mein ganzes Leben. Freundlich, witzig und immer zu einem Plausch aus alten Zeiten bereit. Ich freue mich immer, wenn ich mal auf Heimaturlaub bin, bei ihm vorbeizuschauen. Die unterschiedlichen Eissorten sind einfach klasse.

  4. Kerstin Blümel

    Ich kenne Buddel auch schon sehr lange . Ich erinnere mich so gern an eine Abschlussfahrt mit meinen Christenlehrekindern nach Bad Wilsnack mit Zug und Fahrrad. Buddel hat sich „herrlich“ mit seinem Fahrrad gequält. Es war so toll und lustig mit ihm!

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